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Studieren: Psychologie! Wie hoch sind die NCs - wo studiert man ohne NC?

Was machen Psychologinnen und Psychologen? - Einige Berufsfelder!

Die Bezeichnung „Psychologin, Psychologe“ ist klar definiert. Der „Berufsverband Deutscher Psychologen (BdP)“ und die „Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGP)“ haben 2016 eine Definition festgelegt:

„Die Bezeichnung Psychologin oder Psychologe kann von Personen geführt werden, die über ein abgeschlossenes, mindestens vierjähriges Hauptfachstudium der Psychologie mit mindestens 240 Punkten (à 30 Stunden Workload) nach dem European Credit Transfer System (ECTS) in Psychologie verfügen.

Von den 240 Punkten müssen mindestens 210 Punkte
• in psychologischen Grundlagen-, Methoden- und Anwendungsfächern,
• in Praktika (15–30 Punkte)
• und durch eine wissenschaftliche Abschlussarbeit mit psychologischer Fragestellung erworben worden sein. Psychologinnen oder Psychologen dürfen sich somit Personen nennen, die das Hauptfachstudium der Psychologie mit einem Diplom oder mit einem grundständigen Bachelor und einem konsekutiven Master abgeschlossen haben.“
(Quelle: https://www.bdp-verband.de/bdp/archiv/berufsbild-psychologie.pdf)


Psychologinnen und Psychologen arbeiten heutzutage in verschiedensten Berufsbereichen:

Psychologischen Psychotherapeuten und Psychologischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

Eine große Gruppe bilden die ''Psychologischen Psychotherapeuten'' und ''Psychologischen Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten''. Diesen Titel, der 1999 durch das Psychotherapeutengesetz geregelt wurde, erhält man nach einem Psychologiestudium und einer darauf aufbauenden mindestens dreijährigen Weiterbildung. Psychotherapeuten arbeiten im Bereich der Klinischen Psychologie. Sie behandeln vor allem psychisch erkrankte Menschen aller Altersgruppen. Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind im Bereich der Kinder- und Jugendlichen bis zum Alter von 21 Jahren spezialisiert. Diese Therapeuten arbeiten entweder in Kliniken für Psychiatrie, Beratungsstellen, Kur- und Tageskliniken sowie in freien Praxen.

Klinische Psychologen

Klinische Psychologinnen und Psychologen behandeln Menschen. Sie arbeiten in Krankenhäusern für Psychiatrie und Neurologie, in Kinderklinken, geriatrischen Einrichtungen. Daneben findet man sie in Beratungsstellen kommunaler, kirchlicher oder freier Trägerschaft. Sie arbeiten in der Drogen-, Erziehungs-, Familien- und Eheberatung und oft im Team im Sozialarbeiter, Pädagogen und Ärzten.

Psychologen als Lehrende in der Aus-, Fort und Weiterbildung

Ob in Volkshochschulen, betriebliche Bildungseinrichtungen oder in der Lehre an Hochschulen, überall arbeiten hier Psychologen. Sie geben dabei ihr Fachwissen weiter, arbeiten mit Gruppen.

Psychologen als Lehrerinnen und Lehrer

In einigen Bundesländern kann Psychologie für das Lehramt studiert werden. In Bayern arbeiten Lehrerinnen und Lehrer, die neben einem üblichen Unterrichtsfach für die verschiedenen Schularten Psychologie als weiteres Fach haben. Sie arbeiten dann oft als Beratungslehrer oder Laufbahnberater an ihren Schulen. In Nordrhein-Westfalen gibt es das Unterrichtsfach Psychologie an Gymnasien und Berufskollegs. Die Universität Dortmund bietet das entsprechende Studiengänge an.

Schulpsychologen

Anders als Lehrerinnen und Lehrer arbeiten Schulpsychologinnen und Schulpsychologen in der psychologischen Untersuchung von Schülern. Sie betreuen Gruppen von Schülern und auffälligen Klassenverbänden, beraten Lehrerinnen und Lehrer und Eltern.

Verkehrspsychologen

Ob in der Erforschung des Verhaltens des Menschen, die am Straßenverkehr teilnehmen bis zur Begutachtung der Fahr- und Verkehrseignung: Verkehrspsychologen diagnostizieren Menschen, die Transportmittel bewegen. Sie arbeiten ebenso in der Rehabilitation auffälliger Fahrzeugführer wie in der Entwicklung fahrergerechter Assisistenzsysteme.

Wirtschaftspsychologen

Dieser recht große Arbeitsbereich für Psychologen beschäftigt sich in erster Linie mit Organisationen, wie etwa Wirtschaftsunternehmen. Sie beschäftigen sich dabei mit dem Führungsstil und der Organisationsstruktur von Unternehmen. Sie unterstützen bei der Personalauswahl genauso wie bei der Konfliktbewältigung. Sie erstellen Anforderungs- und Bedarfsanalysen und überprüfen das Potential von Mitarbeitern.

Neben dem Organisationsbereich arbeiten sie in der Konsumentenforschung, dem Marketing und der Kommunikationsforschung, beispielsweise in Werbeagenturen.

Tätigkeit in Lehre und Forschung

Mitarbeit in (universitären) Forschungsprojekten und als Hochschullehrer, aber oft auch in außeruniversitären Einrichtungen wie Volkshochschulen, Bildungseinrichtungen etc..

Forensische Psychologie

In diesem Tätigkeitsfeld arbeiten Psychologinnen und Psychologen als Gerichts- und Kriminalpsychologen bei Justizbehörden und im Strafvollzug. Sie untersuchen Häftlinge, überprüfen die Glaubwürdigkeit von Zeugenaussagen. Daneben arbeiten sie auch in Vollzugseinrichtungen und diagnostizieren und beraten.

Psychologen bei der Bundeswehr

Auch die Bundeswehr beschäftigt eine Vielzahl an Psychologinnen und Psychologen. Ob bei der Auswahl von Offiziersanwärtern oder der Mitarbeit bei der militärischen Ausbildung, Psychologen haben ein weitgestecktes Aufgabengebiet bei der Bundeswehr.

Berufspsychologischer Service der Bundesagentur für Arbeit

Einer der größten Arbeitgeber für Psychologinnen und Psychologen ist der Berufspsychologischer Service der Bundesagentur für Arbeit. In den Arbeitsagenturen unterstützen sie durch Beratung bei der Berufswahl, entscheiden über die Durchführung von geeigneten Maßnahmen zur beruflichen Rehabilitation. Sie untersuchen die psychische Belastbarkeit von Arbeitnehmern.



Weitere Berufsfelder findet man bei Psychologischen Diensten der Deutschen Bahn, der Polizei, in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation und vielen mehr.